Zahnarzt Bremen Parodontose

Bei der Parodontose handelt es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit des Zahnhalteapparates. Folglich kann man die Parodontologie als die Lehre vom Zahnhalteapparat bezeichnen. Der gesunde Zahn des Menschen ist fest im Knochen verankert. Der Knochen umschließt dabei die komplette Wurzel des Zahnes. Im Laufe des Lebens tritt normalerweise ein gewisser Knochenverlust auf. Dieser gefährdet jedoch nicht den Erhalt des Zahnes.

In dem Fall, dass eine Parodontose auftritt, wird das knöcherne Stützgewebe frühzeitig angegriffen und der sonst fest umschlossene Zahn verliert seinen Halt und droht auszufallen. Da die Erkrankung von außen nicht sichtbar ist, kann sich dieser Prozess der Parodontose über mehrere Jahre unbemerkt hinziehen. Das Einzige für den Patienten wahrnehmbare Zeichen, welches anzeigt, dass das Parodont-  also das Gewebe , welches den Zahn im Kieferknochen verankert – krank ist, ist blutendes Zahnfleisch.

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Die Auswirkungen der Parodontose auf den Körper

In der Regel kann der menschliche Organismus mit Verletzungen und akuten Entzündung gut umgehen, ohne zu Schaden zu kommen. Schwierigkeiten entstehen erst, wenn die chronischen Erkrankungen zur Belastung für den Patienten werden. So ein chronischer Prozess ist die Parodontose. Die Entzündung wird von den Bakterien unter dem Zahnfleisch gehalten und kann so den Kieferknochen angreifen und abbauen. Eine weitere Gefahr für den Patienten besteht darin, dass der ständige Strom an Mikroorganismen und Giften über die Blutbahn zu den Organen gelangt und diese krank macht oder ihre Funktion beeinträchtigt. Ob so ein Fall eintritt hängt natürlich von der individuellen Konstitution des Patienten und der Schwere seiner Erkrankung ab.

Denkbare Anzeichen von Parodontose

–         kommt es vor, dass Ihr Zahnfleisch beim Zähneputzen, bei Berührungen oder beim Essen harter Nahrung blutet?

–         Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Zahnfleisch geschwollen oder überempfindlich ist?

–         Gibt es Anzeichen, dass sich Ihr Zahnfleisch zurückzieht?

–         Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Zähne länger geworden sind?

–         Konnten Sie jemals Eiteraustritt zwischen Zahn und Zahnfleisch feststellen?

–         Können Sie Veränderungen an der Stellung Ihrer Zähne feststellen?

–         Haben Sie das Gefühl, dass die oberen und unteren Zähne anders zusammenbeißen als früher oder haben sich Lücken zwischen Ihren Zähnen gebildet?

–         Haben Sie häufiger Probleme mit Mundgeruch?

In dem Fall, dass Sie eine oder mehrere Fragen mit `Ja` beantwortet haben, kann Ihnen eine Untersuchung zeigen, ob bei Ihnen eine Parodontitisbehandlung notwendig ist.

Die Behandlung von Parodontose

Das Ziel bei einer Behandlung von Parodontose ist es, das Zahnfleisch und den Kieferknochen wieder in den gesunden Zustand zu bringen. Hierzu ist es notwendig, die harten Ablagerungen und den Biofilm, in welchem die Bakterien leben und sich vor Angriffen schützen, komplett von den Wurzeloberflächen und aus den Zahnfleischtaschen zu entfernen. In der Regel ist es bei der Behandlung von Parodontose nicht notwendig, das Zahnfleisch vollständig aufzuklappen, um dieses Ziel zu erreichen.

In der Regel genügen bei der Behandlung von Parodontose kleine Verdrängungen und die Nutzung von speziellen sehr kleinen und grazilen Instrumenten. Da hierbei jedoch ganz besonders sorgfältig gearbeitet werden muss, bedeutet dass natürlich einen erheblichen Zeitaufwand.

Bei gewissen besonders schweren Erkrankungsformen der Parodontose kann es erforderlich sein, zusammen mit der mechanischen Behandlung eine antibiotische Therapie anzuwenden, die die krankmachenden Bakterien komplett beseitigt.

Menschen, die unter Parodontose leiden, besitzen eine innere Neigung für diese Krankheit die auch wir nicht beseitigen können. Aus diesem Grund ist es für diese Menschen zwingend erforderlich eine erstklassige und professionelle Prophylaxe bereitzustellen, die zuverlässig vor einer Neuerkrankung schützt. Andernfalls können sich die schädlichen Bakterien schon nach wenigen Monaten wieder ausbreiten. In diesem Fall wäre die vorherige Behandlung der Parodontose erfolglos.

Die Heilung der Parodontose

Bei Menschen, die an Parodontose erkrankt sind löst sich das Zahnfleisch von der Zahnwurzel, so dass Zahnfleischtaschen entstehen können, in denen sich Bakterien ansiedeln können. Diese Bakterien bilden Zahnstein und einen Teppich, den sogenannten „Biofilm“. Der „Biofilm“ ist in der Folge eine ideale Grundlage für die Vermehrung von schädlichen Bakterien und Mikroorganismen. Das so angegriffene Gewebe reagiert daraufhin mit Entzündungen und ist nicht mehr in der Lage mit körpereigenen Abwehrkräften die Bakterien abzutöten. Daraufhin können die Gifte der Bakterien in die Knochen gelangen und ihn langsam abbauen.

Durch die Parodontosebehandlung im Zahnarzt Zentrum für Bremen wird die entstandene Zahnfleischtasche gereinigt. Nach dieser Reinigung, kann sich das Zahnfleisch wieder erholen und eine feste Dichtungsmanschette um die Wurzel legen. Auch der Knochen kann nach der Parodontitisbehandlung wieder ausheilen. In diesem Moment kann man sagen, dass die Heilung eingetreten ist. Man sollte jedoch beachten, dass der zuvor verloren gegangene Knochen sich nicht wieder neu bilden kann.

Wiederaufbau (Regeneration) bei der Parodontose

Durch hochmoderne, gewebeschonende mikrochirurgische Verfahren kann heutzutage die verloren gegangene Knochenmasse bei bestimmten Taschenformen zum Teil wieder aufgebaut werden. Um dieses Ziel zu erreichen kommen Medikamente zum Einsatz, die die Knochenbildung anregen. Weiterhin wird eigene Knochenmasse zum Einsatz gebracht.

Fazit zur Parodontose

Im Regelfall ist Parodontose heutzutage heilbar, und stellt dadurch in den meisten Fällen kein Problem dar. Um das Behandlungsergebnis bei der Parodontose über einen langen Zeitraum aufrecht zu erhalten, sind folgende Punkte zu beachten:

– Alle Beläge und der Biofilm müssen gründlich entfernt werden

– Bestimmte Bakterien müssen auf Dauer eliminiert werden

– Das Behandlungsergebnis wird durch regelmäßige professionelle Betreuung im Zahnarzt Zentrum für Bremen gesichert werden